Termine

Recht-auf-Stadt Hamburg zu Gast

Veranstaltung über Erfahrungen im Kampf gegen Privatisierung und Homogenisierung von Stadt – Montag, 1.11., 19:30 Uhr, Soziales Zentrum Bochum (Josephstr. 2).

Nicht nur in Hamburg organisieren sich soziale Bewegungen unter dem Motto „Recht auf Stadt“. Das Konzept geht zurück auf den französischen Stadtsoziologen Henri Lefèbvre, der bereits in den 1960ern in Paris beobachtete, wie vor allem Migrantinnen und Migranten an den Rand der Stadt gedrängt wurden. Demgegenüber forderte er ein kollektives Recht auf Stadt. Alle Bewohnerinnen und Bewohner von Stadt sollen die Möglichkeit haben, mitzubestimmen, wie ihre Stadt gestaltet wird. Die Stadt gehört allen!

So verschieden, wie die Interessen an Stadt sind, so verschieden sind
auch die in den stadtpolitischen Initiativen aktiven Menschen. Und – trotz und wegen aller Unterschiedlichkeit der Proteste – haben sich in Hamburg im Recht-auf-Stadt-Netzwerk über 20 Initiativen zusammengefunden, um sich gemeinsam für eine soziale/re und gerechte/re Stadt einzusetzen. In der Veranstaltung berichten drei AktivistInnen über ihre Erfahrungen im Kampf gegen Privatisierung und Homogenisierung von Stadt.

mit Nicole Vrenegor (BUKO-Arbeitsschwerpunkt StadtRaum, ASSR), Christoph Twickel (Not in Our Name Marke Hamburg, NION), Jonas Füllner (Avanti, Recht auf Wohnraum)

Die Kulturhauptstadt geht – wir bleiben!

Einladung zum Austausch- und Vernetzungstreffen

Wenn die Kulturhauptstadt 2010 vorbei ist, wird Bilanz gezogen. Eigentlich ist das Ergebnis jetzt schon klar: Die beteiligten Offiziellen werden das große Kulturfest bejubeln und die wichtigen kreativwirtschaftlichen Akzente, die angeblich gesetzt wurden, hervorheben. Die AktivistInnen der Sozio-, Off- und Subkultur werden jammern, weil sie nichts oder nur Krümel vom Kuchen bekommen haben. (mehr…)

Wer hätte das gedacht!?

Auf der Veranstaltung »Komm in die Gänge – Hamburg meets Dortmund« Mitte Juli wurde sie ganz offen angekündigt: Eine Besetzung von KünstlerInnen in Essen. Gesagt getan: Am 18. Juli besetzte die Initiative freiraum2010 einen Teil des seit 2007 leerstehenden DGB-Hauses an der Schützenbahn in der Essener Innenstadt. In einem großen Ladenlokal wurden Ausstellungsräume und im Obergeschoss Atelierräume eingerichtet. Nach Androhung der polizeilichen Räumung durch die DGB eigene Immobiliengesellschaft VTG verließen die BesetzerInnen die Räume. Nun soll über eine „legale“ Zwischennutzung verhandelt werden. Die Initiative ist nicht sehr optimistisch, ist sie in der Vergangenheit diesen Weg doch schon einmal erfolglos gegangen. (mehr…)

KOMM IN DIE GÄNGE – Hamburg meets Dortmund (14.7., Dortmund)

Unter dem Motto »KOMM IN DIE GÄNGE« besetzten 2009 Künstler/innen in Hamburg einen leerstehenden Gebäudekomplex. Sie machten damit nicht nur auf ihre prekäre Arbeits- und Raumsituation aufmerksam, sondern mischten sich auch handgreiflich in die Auseinandersetzung um die Gestaltung und Vermarktung der Stadt Hamburg ein. »KOMM IN DIE GÄNGE« ist Teil einer städtischen Bewegung in Hamburg und markiert einen Ankerpunkt in den Kämpfen gegen ökonomische Aufwertung bei gleichzeitiger Verdrängung (gentrification) sowie für ein Recht auf Stadt. (mehr…)

Kreativwirtschaft und andere Luftblasen

Eine Diskussionsveranstaltung zur Kulturhauptstadt Ruhr2010 am 1. Juli im AZ Mülheim

Es soll die Frage gestellt werden, wem das Projekt Kulturhauptstadt überhaupt nützt, welche nachhaltigen Zwecke umgesetzt werden (können), welche Kultur überhaupt vertreten ist und an welches Publikum sich das Angebot richtet. Welche sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Projekte und Einrichtungen profitieren von der Kulturhauptstadt und warum bzw. warum nicht? (mehr…)